Gran Tourismo 5: Einsteiger-Tipps
Geschrieben am 11.12.2010 | 1 Kommentar
Meine goldenen Einsteiger-Tipps zum PS3-Verkaufsschlager GT5 – Wir könnten sie auch „was ich alles falsch gemacht habe und andere ja nicht wiederholen müssen“-Tipps nennen. Tun wir aber nicht.
- Wie im anderen Artikel geschrieben, führt der schnellste Weg zu teuren Autos über folgende Reihenfolge: Zunächst ein paar Lizenzprüfungen zwecks steigern des eigenen Levels machen (erstmal KEIN Auto kaufen). Danach möglichst viele Special-Aufgaben abhaken. Erst danach Gedanken über das erste eigene Auto machen. Ich hatte meine gesamten 20000 Taler erstmal in ein Level0 Auto gesteckt, dass ich dann kein einziges Mal gefahren bin. Im Verkauf brachte das dann nicht mehr viel ein.
- Soweit möglich nicht alles kaufen, sondern idealerweise gewinnen. Dabei die Rennen auch mal in einer Reihenfolge fahren, die die neu gewonnen Fahrzeuge gleich zum Einsatz bringt. Hilfreich dabei ist diese Liste.
- Generell gilt, dass ein ordentlich aufgepimptes Durchschnittsauto durchaus gegen das eigentlich deutlich bessere (aber ungetunte) Auto gewinnen kann.
- Wenn man dann einen Ferrari kaufen will, sollte man gleich zum 1 Mio teuren Enzo greifen. Früher oder später kauft man den eh, also kann man es auch gleich tun und sich die kleineren Modelle schenken. Hat man eigentlich keine Lust auf Ferrari, braucht aber einen für das Ferrari-Rennen, dann tut es der relativ günstige 599 angeblich recht gut. Bissel tunen und der geht auch recht gut ab.
- Lamborghini erstmal nur den Gallardo kaufen. Mit dem im Gallardo-Rennen gewonnenen Uralt-Countach kann man das ein oder andere Klassikerrennen abräumen. Hat man später Geld über, kann man sich die anderen Lambos immernoch zulegen.
- Wenn man Autos kauft ruhig auch bei den gebrauchten Standard-Cars zugreifen – das Angebot wechselt ständig also regelmässig reingucken. Ne alte Lotus Elise Sport beispielsweise ist Gold wert für das British Lightweights Rennen im b-Spec Modus. Im a-Spec gewinnt man das mit so ziemlich jedem britischen Auto, aber der tumbe b-Spec-Fahrer braucht da etwas mehr Hilfestellung.
- Von Anfang an regelmässig beim Gebrauchtwagenhändler reingucken, ob ein Pickup-Truck dabei ist. Den braucht man für ein Rennen im Anfänger-Bereich, aber finden tut man ihn oft erst mit Level 20+ (wohl vor allem, weil man erst anfängt danach zu suchen, wenn man ihn braucht). Marke und Modell sind egal – den Rest macht das Tuning.
- B-Spec Modus links liegen lassen, bis man selber mit Specials und normalen Rennen bei rund Lvl 20 ist und ein nettes Sortiment komplett aufgerüsteter Karossen aus allen möglichen Ländern und Epochen zusammen hat. Dann im B-Spec soweit spielen (das geht bei passendem Fuhrpark bis auf wenige Ausnahmen weitestgehend mit alle 5 Minuten mal hingucken und „Schneller“ befehlen – also Prima beim Essen kochen, Wäsche aufhängen, Telefonieren, mit dem Hund spielen etc.pp.), bis der Pagani Zonda gewonnen werden kann. Der macht dann im A-Spec Modus das ein oder andere leichter. Ab dem Punkt braucht ihr eh keine Hilfe mehr und weiss auch, das das nächste lohnende Auto das 70er Race Car aus der B-Spec Modus-Variante von „Wie der Wind“ ist.
- Beim b-Spec-Modus kann man 4 Kommandos geben. Schneller, Tempo halten, langsamer, Überholen. Die Überholen-Anweisung hat sich bei mir ab einem gewissen Level unverständlicherweise als oft kontraproduktiv erwiesen und schon für Bissspuren am Controller gesorgt. Ich nutze nur noch zwei Anweisungen. „Langsamer“ bei schwierigen Passagen, in denen der KI-Pilot sonst das Auto wegwirft (das passiert ab und an beim beschleunigen aus langsamen Kurven). Die „Langsamer“ Anweisung wird man vor allem bei dem British Lightweights-Rennen durch London zu schätzen lernen, da zumindest mein Schützling sonst ständig von der Strecke gekreiselt wäre. Und „schneller“ alle paar Runden in den passenden Abschnitten, da der Pilot sonst einschläft und doch noch verliert. Letzteres kann man sich nur sparen, wenn das Auto wirklich um Welten besser ist, als die der Konkurrenz.
- Im b-Spec Modus braucht man sich auch nicht zu scheuen beispielsweise die oft verlangten Serienauto-Sportreifen auf einen 950PS-Rennwagen zu ziehen, wenn dieser die Anforderungen „Autos aus Europa“ z.B. erfüllt. Damit ist man immer noch besser dabei, als die Konkurrenz mit ihren Serienautos. Im a-Spec-Modus gibt es keine Reifenbeschränkungen und man kann seinen 650kW-Audi-LeMans-Rennwagen mit Rennbereifung auf Golf Gti und 3er BMWs loslassen, so man so ein Auto dann hat.
- Bei der Erstellung des B-Spec-Piloten sollte man die Wichtigkeit von Körperlicher Stärke (hier eher als Kondition funktionierend) nicht unterschätzen. In fortgeschritteneren Rennen, geht dem Piloten diese irgendwann aus, dann verfällt rapide die mentale Stärke und es gibt Fehler über Fehler.
- Generell sollte man im B-Spec-Modus bedenken, dass Rad-an-Rad-Kämpfe auf die mentale Verfassung drücken – ebenso wie ständiges “Schnell”-Brüllen. Das sorgt für mehr Fehler und schnelleren Verfall der Verfassung. Also versuchen den Fahrer aus dem Pulk raus zu bekommen (notfalls mal Abstand lassen), dann in Ruhe lassen und warten, bis die Mentalanzeige wieder links der Mitte ist und erneut pushen.
- Bei der Cart-Herausforderung im Special Modus gibt es vor allem einen Tipp: Nach Möglichkeit nicht bremsen! Vor der Kurve vom Gas, einlenken und wieder Gas geben und driften. Fahrhilfen sollte man dann für den persönlich passenden Drift-Grad reduzieren.
- Den Pagani Zonda nutzen, wenn man ihn erstmal hat. Der sieht auch gegen besser motorisiertes nicht übel aus. Das „Like the Wind“-Rennen ist eins der fordernderen A-Spec-Rennen – mit dem wirklich Spass machenden Zonda aber gut machbar.
- Tunen wie blöd. Alles was geht bei ausgewählten Karossen verbauen – also jenen Wagen, die für mehrere Rennen passen. Ich persönlich hab den Zonda (den kriegt man schon fast fertig), den Enzo, 2-3 meiner Startautos, 1-2 Rallywagen, meinen Pre-Order-Audi und ein Muscle-Car ausgemaxt. Das ist teuer, aber da muss man durch.
- Häufiger Öl wechseln, sonst leidet der Motor und Motorreparatur ist teuer! Das geht in dem Orange hinterlegten Menü-Punkt neben den Händlern.
- Dort kann man auch die Verwindungssteifigkeit wieder herstellen. Kann. Sollte man aber nicht. Nach einer Hand voll Rennen ist die wieder hinüber (selbst ohne großen Crash) und das Wiederherstellen kostet beispielsweise beim Enzo 500.000 Taler! Da ist man durch versehentliches klicken schnell pleite. Und bei all dem Getune ist Geld in GT5 wirklich knapp! Ich halte die überzogenen Preise hier für einen Bug. Vielleicht tut sich da ja was – dann kann man das auch wieder tun, da es auch tatsächlich etwas fürs Handling zu bringen scheint. Apropos Bug: Bei meinem Preorder-Audi kostet diese Reparatur bisher immer nur 250 Taler. Also 250. Nicht zweihunderrfünfzigtausend. Irgendwas ist da also wirklich im argen.
- Kein Bock auf Tuning? Trotzdem passende Endgeschwindigkeit (Achtung: wird ohne Luftwiderstand berechnet) im Getriebe einstellen. Hierfür ist dann auch leider das einstellbare Getriebe als Aufrüstoption notwendig.
- Beim Tuning nichts sinnlos doppelt kaufen: Einiges baut aufeinander auf (Motortuning), einiges ist zueinander optional (Luftfilter, Getriebe etc) einiges braucht man in verschiedenen Varianten (Reifen, verschiedene Turbopakete passend zur Drehzahl). Was ich bei allen Autos mache (so verfügbar): die billigen Tunings wie der beste Luftfilter, zumindest ein Motorupgrade, Krümmer. Bei den Autos, die man öfter fahren will, empfiehlt es sich zudem sofort in einstellbare Getriebe und Fahrwerke zu investieren. Auch wenn es finanziell weh tut. Spart einem zumindest die kosten für die kleineren Lösung bei späterer Einsicht.
*Knurrr* *Wuff* (Zur Erläuterung dieses Titels meinen Kommentar zu GT5 lesen)
Mit folgenden TIpps für die Nascar-Challenge (Achtung: folgendes gilt bis auf einen Ausnahme wirklich nur für die Nascar-Aufgaben) hat man zumindest gute Aussichten auf Bronze. Alles mit Gold abzuschliessen erfordert Können, teilweise Glück und vor allem Beharrlichkeit. Alles drei Dinge, die ich nicht habe ….
- Auf reinen Ovalkursen (also ohne Infield-Abschnitt) und den Pylonenaufgaben alles aus. Wirklich alles. ABS. ASR. Stabilitätskontrolle. Händisch schalten. Analogsticks benutzen. Lenkrad kaufen. Alles aus gilt auch beim „Like the Wind“-Rennen auf dem Oval (also das 2 Rennen in diesem B-Spec-Abschnitt). Immer gucken ob ABS wirklich auf aus ist. Das Spiel stellt das scheinbar recht gerne wieder auf 1 zurück.
- Solange Sie nicht ihren Hund zum Zerfleischen von Jeff Gordon konditionieren wollen: Ton aus bei den Nascar-Prüfungen. Das schont die Nerven, hat aber ansonsten keinen Einfluss auf den Spielerfolg
- Nicht überholen macht teilweise schneller. Allein hat man keine Chance den perfekt fahrenden Pulk einzuholen. Das geht an einigen Stellen nur im Tandem, da bei der Nascar auch der vorne fahrende einen aerodynamischen Vorteil bekommt. Also eventuell mal hinten bleiben, aufholen und erst im richtigen Moment ausscheren. Welcher das ist? nun … viel Glück.
- Wenn ihr eine Schrottflinte an Bord eures GT5-Nascars habt, erschiesst den virtuellen Montoya, bevor er euch mit voller Absicht bei Tempo 360 aus dem Rennen kickt – ohne dass ihr auch nur ansatzweise irgendeine Chance auf Gegenwehr hättet. Eh. Also dieser Tipp war jetzt nicht ganz ernst gemeint. Könnte man in GT5 eine Schrotflinte freischalten, würde ich vermutlich zuerst den Vollpfosten erschiessen, der meine B-Spec-Autos fährt ….
- Nochmals zum Thema manuell schalten: bei der letzten Prüfung im letzten Nascar-Abschnitt hat man mit dem Pad kaum eine Chance auch nur Bronze zu erreichen, wenn man nicht manuell schaltet, da man sonst den einzig perfekten Sekundenbruchteil zur optimalen Beschleunigung verpasst und daher nicht dem rechten Wagen an dem roten vor euch vorbei folgen kann. Wenn man eingangs der ersten Kurve nicht vor dem roten und direkt hinter dem rechts von einem startenden Wagen steht, kann man sofort neu starten.
Soviel zu meinen Tipps. Konstruktive Kritik/Verbesserungsvorschläge sind willkommen.
Kommentare
Ein Kommentar zu “Gran Tourismo 5: Einsteiger-Tipps”
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24.02.2011 @ 19:02
*hehe* Hört sich ja doch recht nice an.
Ich glaube damals.. als ich noch jung war und ich mich entscheiden sollte zwischen der Wii und Ps3… wäre die PS3 die bessere Option gewesen
Naja vllt bei den NextGen Konsolen wieder ^^